Streik verschoben
Die Koalition der Transportgewerkschaften hat den für Montag geplanten Streik auf Donnerstag verlegt. Grund ist ein Entgegenkommen der Regierung, die nun die seit Jahresbeginn geltende höhere Besteuerung von Angestelltenvergünstigungen aus dem Gesetz streichen will. Nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung hatte die Regierung das Abgeordnetenhaus um die Ausrufung des legislativen Notstandes gebeten. Damit soll sichergestellt werden, dass über die Gesetzesänderung verhandelt wird. Am 3. März könnte das Unterhaus darüber abstimmen.
Bau verzögert sich
Die Bauarbeiten am Prager Tunnel Blanka könnte sich weiter verzögern. Wie die Firma Metrostav bekannt gab, dürfe auf einem kleinen Grundstück in der Nähe der U-Bahn-Haltestelle Hradčanská noch nicht gebaut werden, da dieses dem Unternehmen bisher noch nicht gehöre. Metrostav fehlen Baugenehmigungen für mehrere Abschnitte. Plangemäß sollen die Arbeiten bis Dezember 2012 abgeschlossen sein.
Rekordgewinn bei ČEZ
Der zu zwei Drittel staatliche tschechische Energiekonzern ČEZ hat 2009 den höchsten Nettogewinn seiner Geschichte erwirtschaftet. Dieser lag bei 51,9 Milliarden Kronen (2 Milliarden Euro) und entspricht einer Steigerung von 9,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008. Laut eigenen Angaben sei dies der höchste Gewinn, den je eine tschechische Firma erzielt hat. Für 2010 wird allerdings mit einem Rückgang des Gewinns um rund zehn Prozent gerechnet.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebidta) des Konzerns legte um 2,7 Prozent auf 91 Milliarden Kronen zu, während das Betriebsergebnis (Ebit) um 2,3 Prozent auf 68,2 Milliarden Kronen stieg. Das Ergebnis führt ČEZ vor allem auf eine erfolgreiche Verkaufsstrategie und ein großes Produktionsvolumen beim Atomstrom zurück.
Export gesunken
Tschechiens Außenhandel ist im vergangenen Jahr um 16 Prozent zurückgegangen. Wie das Statistikamt (ČSÚ) bekannt gab, sank allein der Warenaustausch mit Deutschland um 10 Milliarden Euro. So ging das Rekordvolumen von 56,3 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 46,4 Milliarden Euro im Jahr 2009 zurück. Aus Deutschland wurden nur noch Waren im Wert von 20,1 Milliarden Euro importiert.
Das waren 22,1 Prozent weniger als 2008. Jedoch hielt Deutschland seinen Anteil von 27 Prozent an den tschechischen Einfuhren. Für dieses Jahr zeigen sich die Statistiker optimistisch, da erstmals nach 14 Monaten die tschechischen Exporteure im Dezember 2009 einen leichten Anstieg gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres meldeten. Allerdings gab es hinsichtlich der Importe auch im Dezember einen leichten Rückgang.
Fördergelder
Zwischen 1998 und Januar 2010 hat Tschechien Investoren, die im Bereich der verarbeitenden Industrie tätig sind, finanzielle Förderungen von insgesamt 531 Milliarden Kronen (zirka 21,2 Milliarden Euro) zugesagt. Etwa jedes vierte Unternehmen, das von Steuererleichterungen und anderen Fördermaßnahmen profitierte, stammt einer Studie des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) zufolge aus Deutschland. An zweiter Stelle lagen einheimische Firmen.